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Taper Fade, Low Fade & Mid Fade: alle Fade-Arten erklärt

Taper Fade, Low Fade & Mid Fade: alle Fade-Arten erklärt

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Barbier & Gründer

Leon Phull

-
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Hey, Ich bin Leon! ❤️ Ich bin der kreative Kopf hinter Phullcutz und leidenschaftlicher Barbier in Frankfurt. Mein Herz schlägt für faszinierende Cutz, Fades & die besten Produkte für den selbstbewussten Mann.

Von Leon, Barber und Gründer von Phullcutz · Zuletzt geprüft: 09.10.2026

Barber schneidet einen Fade mit Haarschneider

Kurz gesagt: Ein Fade ist ein Haarschnitt, bei dem die Haare an den Seiten und am Hinterkopf von sehr kurz nach länger verlaufen, oft bis auf die Haut. Die wichtigsten Arten sind Low, Mid und High Fade, je nachdem, wo der Übergang startet. Beim Taper werden nur Koteletten und Nacken gefadet. Welcher passt, hängt von Kopfform, Haaren und Konturen ab.

„Einen Fade, bitte!“ Das sind meist die ersten Worte eines Kunden bei mir im Stuhl. Einen Übergang, aber von wo bis wo? „Mein seitliches Haar, bitte!“, sagt der Kunde dann. Genau da fängt das Missverständnis an.

Hier erkläre ich dir als Barber alle Fade-Frisuren, was du beim Barber sagen musst und welches Werkzeug du brauchst, wenn du selbst schneiden willst.

Alle Fade-Arten auf einen Blick

Fade-Art Start an der Seite C-Cup sichtbar? Passt oft zu
Low Fade knapp über der Kontur, an den Koteletten ja, deutlich vielen Frisuren, wirkt dezent
Mid Fade etwa auf Augenbrauenhöhe ja, aber kürzer je nach Konturlinie, sonst eher Drop
High Fade über der Schläfe nein Kurzhaarschnitten und Buzzcuts
Drop Fade (Mid/High) wie Mid oder High, hinten fällt die Linie ab wie Mid bzw. High flachem Hinterkopf
Low Taper Fade Augenhöhe, nur Koteletten und Nacken ja fast allen mittellangen Frisuren
Mid Taper Fade Augenbrauenhöhe, nur Koteletten und Nacken ja, kleiner fast allen Frisuren
High Taper Fade Grundlinie von der unteren Haarlinien-Ecke zum Ohransatz nein Seiten mit mehr Kontrast, Kontur ums Ohr bleibt
Burst Fade Halbmond ums Ohr, Nacken bleibt länger – vielen Frisuren
Compressed Fade eigene kurze Linie, endet meist vor der Hutlinie – nicht jeder Gesichtsform

Was ist ein Fade?

Kurz gesagt: Fade kommt vom englischen „to fade“, also verblassen. Gemeint ist ein Übergang: Die Haare werden an den Seiten und am Hinterkopf nach unten hin immer kürzer, bis zur Haut oder fast bis zur Haut. Geht der Übergang ganz auf null, spricht man von Skin Fade oder Bald Fade. Der Fade endet meist an der Konturlinie, auch Hutlinie genannt.

Fade, Skin Fade, Bald Fade: Das ist Slang aus dem englischsprachigen Raum. Fade auf Deutsch heißt bei uns meistens Übergang, Seiten auf null oder Glatzenübergang.

Das Besondere am Fade ist der Hell-Dunkel-Kontrast, ein Farbverlauf von den kurzen in die längeren Haare. Den deutlichsten Verlauf haben Skin Fades und Bald Fades. Wer sich traut, unten auf null zu gehen, holt am meisten aus dem Fade raus, egal ob Low, Mid, High oder Taper.

Für mich hat jeder Fade einen Start- und einen Endpunkt. Den Endpunkt nenne ich Konturlinie. Sie liegt meistens auf der Hutlinie, also dort, wo der Kopf anfängt, sich von der Senkrechten nach oben zu runden. An dieser Linie bekommt der Kopf seine markante Silhouette. Nicht verwechseln: Die Konturlinie ist nicht die Kontur deiner Haare und auch nicht deine Haarlinie am Gesicht.

Ein zweiter Begriff, den du kennen solltest, ist der C-Cup. Das ist Barber-Slang aus den USA. Gemeint ist die Kontur, die an der Ecke der Schläfe startet und in einer C-förmigen Linie am Ohr vorbei bis zu den Bartkonturen auf der Wange läuft. Wenn die Kontur einen schönen Schwung hat, sieht sie aus wie ein C. Wie viel davon stehen bleibt, unterscheidet die Fade-Arten.

Skin Fade von der Seite mit Übergang bis auf die Haut

Fade Cut: Was ist das?

Kurz gesagt: Fade Cut ist der umgangssprachliche Name für einen Haarschnitt mit Fade, also mit einem Übergang von kurz nach lang.

Gemeint ist kein eigener Schnitt, sondern der ganze Haarschnitt rund um den Übergang: Seiten und Hinterkopf laufen nach unten kurz aus, das Deckhaar bleibt länger. Je nachdem, wo der Übergang an der Seite startet, wird daraus ein Low, Mid oder High Fade. Der Low Fade startet knapp über der Kontur, der Mid Fade auf Höhe der Augenbrauen und der High Fade über der Schläfe. Sagst du beim Barber nur „Fade“, fehlt deshalb noch die wichtigste Angabe: die Höhe.

Fade oder Taper: Was ist der Unterschied?

Kurz gesagt: Beim Fade läuft der Übergang rund um Seiten und Hinterkopf. Beim Taper wird nur an den Koteletten und im Nacken ein Übergang geschnitten. Die Haarlinie und die Konturen um die Ohren bleiben beim Taper erhalten und werden sogar betont. Low, Mid oder High vor dem Taper sagt nur, wie hoch er an den Koteletten startet.

Der Taper ist eine spezielle Art des Fades. Der Unterschied liegt darin, wo geschnitten wird: Beim Fade läuft der Übergang komplett um den Kopf, auch um die Ohren. Beim Taper bleibt die Kontur ums Ohr stehen und trennt den Übergang an den Koteletten klar von dem im Nacken. Darum wirkt ein Taper natürlicher, ein Fade zeigt mehr Kontrast.

Low Fade (tiefer Übergang)

Kurz gesagt: Ein Low Fade ist ein tiefer Übergang. Er startet knapp über der Kontur, dort, wo das Haar gleichmäßig zu wachsen beginnt. Seitlich beginnt er an den Koteletten und läuft ums Ohr herum. Dadurch bleibt der C-Cup, also die geschwungene Kontur von der Schläfe am Ohr vorbei, deutlich sichtbar. Er wirkt dezent und passt zu vielen Frisuren.

Der Low Fade (oft auch „Lowfade“ geschrieben) startet teilweise sogar direkt an der Kontur. Weil so wenig weggeschnitten wird, wird der C-Cup sogar hervorgehoben.

Passt zu dir, wenn du einen dezenten Übergang willst, der nicht sofort ins Auge springt, und deine Konturen an Schläfe und Ohr gut sind.

Eher nicht, wenn du maximalen Kontrast willst. Dafür ist ein Mid oder High Fade die bessere Wahl.

Wie ein Low Fade entsteht, siehst du in diesem Video.

Mid Fade (mittelhoher Übergang)

Kurz gesagt: Ein Mid Fade ist ein mittelhoher Übergang. Er startet ungefähr auf Höhe der Augenbrauen und läuft parallel zur Konturlinie, also dort, wo der Kopf anfängt, sich nach oben zu runden. Der C-Cup bleibt sichtbar, ist aber kürzer als beim Low Fade. Wichtig: Der Barber sollte nicht höher als die Konturlinie schneiden.

Mid Fade seitlich: zwei Führungslinien am Hinterkopf, die obere etwa auf Augenbrauenhöhe, parallel zur Konturlinie

Der Mid Fade, oft auch „Midfade“ geschrieben, ist als Mid Fade Frisur einer der Fades, die fast jeder kennt. Die Konturlinie sollte dir dein Barber klar zeigen können. Schneidet er höher, siehst du aus wie ein Ei, und das will keiner.

Passt zu dir, wenn deine Konturlinie gleichmäßig um den Kopf läuft.

Eher nicht, wenn deine Konturlinie am Hinterkopf stark abfällt oder dein Hinterkopf flach ist. Dann steht dir oft ein Drop besser als ein kerzengerader Fade, mehr dazu weiter unten beim Drop Fade.

Mid Fade von der Seite, Start auf Augenbrauenhöhe

Beim Mid Fade arbeitest du den Übergang mit gleichmäßigen Bewegungen und schrittweise kleineren Aufsteckkämmen aus. Du startest mit offenem Clipperhebel. Während du tiefer gehst, schließt du den Hebel Schritt für Schritt und hellst die Fläche gleichmäßig auf. So verblendest du die kürzeren Bereiche in die längeren Haare, statt nur eine einzelne Linie zu bearbeiten.

Für die Feinarbeit nimmst du dir verbleibende Darkspots vor, also dunkle Stellen im Übergang. Die hellst du gezielt mit der Spitze der Modellierschere auf. Die Zero Line, die unterste kurze Schnittlinie, nimmst du mit dem Trimmer raus. Bleibt darüber eine Linie stehen, setzt du den Clipper mit geschlossenem Hebel an und öffnest ihn Klick für Klick, bis die Linie verschwindet.

Mid Fade: Barber setzt einen orangefarbenen Trimmer an der unteren Linie seitlich am Hinterkopf an

High Fade (hoher Übergang)

Kurz gesagt: Ein High Fade ist ein hoher Übergang. Er startet über der Schläfe, an der Ecke zwischen C-Cup und seitlicher Haarlinie, und läuft parallel zur Konturlinie. Weil er so hoch ansetzt, verschwindet der C-Cup komplett und für den Übergang bleibt wenig Platz. Deshalb passt der High Fade besonders gut zu Kurzhaarschnitten und Buzzcuts.

Der Start kann auch noch höher als die Schläfe liegen. Zwischen Start und Konturlinie bleibt dann nur wenig Platz, der Übergang muss auf kurzer Strecke sauber verblenden.

Passt zu dir, wenn du Kurzhaar oder einen Buzzcut trägst und viel Kontrast willst.

Eher nicht, wenn du deine Kontur am C-Cup behalten willst. Dann schau dir Low Fade oder Low Taper Fade an.

High Fade von der Seite, Start über der SchläfeHigh Fade am Hinterkopf, kurzer Übergang

Drop Fade

Kurz gesagt: Beim Drop Fade fällt die Linie des Übergangs hinter dem Ohr Richtung Nacken ab. Sie läuft also am Hinterkopf nicht parallel zur Konturlinie, sondern bogenförmig nach unten. Das gibt zum Beispiel einem flachen Hinterkopf eine rundere Form. Den Drop gibt es als Mid Drop Fade und High Drop Fade, je nachdem, wo er seitlich startet.

„Drop“ heißt fallen. Vorne startet der Drop Fade wie ein normaler Mid oder High Fade, hinter dem Ohr fällt die Linie ab. Damit kann ich als Barber die Kopfform ausgleichen.

Passt zu dir, wenn dein Hinterkopf flach ist oder deine Konturlinie hinten abfällt.

Eher nicht, wenn deine Kopfform ohnehin gleichmäßig rund ist. Dann gibt es nichts auszugleichen.

Mid Drop Fade

Der Mid Drop Fade ist eine Variante des Mid Fade. Er startet seitlich auf Augenbrauenhöhe, läuft am Hinterkopf aber nicht parallel zur Konturlinie, sondern fällt ab.

Mid Drop Fade, Linie fällt hinter dem Ohr ab

High Drop Fade

Der High Drop Fade ist dasselbe Prinzip, nur höher: Start über der Schläfe wie beim High Fade, am Hinterkopf fällt die Linie bogenförmig ab. Der C-Cup ist dabei weg.

Taper Fade

Kurz gesagt: Ein Taper Fade ist ein Übergang nur an den Koteletten und im Nacken. Die Haare um die Ohren und die Haarlinie bleiben stehen, dadurch wirkt der Schnitt natürlicher als ein voller Fade. Low, Mid oder High beschreibt nur, wie hoch der Übergang an den Koteletten beginnt. Im Nacken startet er dort, wo das Haar gleichmäßig dicht wächst.

Der Taper Fade, oft auch „Taperfade“ oder einfach Taper genannt, ist die zurückhaltende Version des Fades. Im Nacken startet er dort, wo das Haar gleichmäßig und dicht wächst, damit der Übergang lückenlos wird. Wenn du willst, kann er auch höher starten. Wichtig ist nur: Die Kontur um das Ohr bleibt stehen. Im Nacken ist es bei Low, Mid und High Taper dasselbe Spiel.

Low Taper Fade

Kurz gesagt: Ein Low Taper Fade ist der dezenteste Taper. An den Seiten startet er auf Augenhöhe, auf der Linie, wo das Ohr oben am Kopf ansetzt. Im Nacken beginnt er dort, wo das Haar gleichmäßig und dicht wächst. Die Konturen um das Ohr bleiben erhalten. Er passt zu fast allen mittellangen Frisuren.

Der C-Cup ist beim Low Taper noch markant, wie stark, ist bei jedem anders. Im Nacken kann der Übergang auf Wunsch höher starten.

Der Vorteil: Du bekommst einen sauberen Abschluss an Koteletten und Nacken, ohne dass die ganze Seite kurz wird. Deckhaar und Seiten bleiben so lang, wie es zu deiner Frisur passt.

Passt zu dir, wenn du mittellange Haare trägst und einen natürlichen, gepflegten Look willst.

Eher nicht, wenn du einen harten Kontrast oder einen Buzzcut willst. Dann ist ein High Fade passender.

Low Taper Fade an Koteletten, Kontur ums Ohr bleibtLow Taper Fade im Nacken mit mittellangem Deckhaar

Mid Taper Fade

Kurz gesagt: Ein Mid Taper Fade startet an den Koteletten auf Augenbrauenhöhe, also etwas höher als der Low Taper. Der C-Cup wird dadurch kleiner, die Konturen ums Ohr bleiben aber gleich. Im Nacken startet er wie jeder Taper dort, wo das Haar gleichmäßig wächst. Er lässt sich mit fast allen Frisuren kombinieren.

Mid Taper Fade, Taper Fade Mid, Mid Fade Taper: Gemeint ist immer derselbe Schnitt. Der Unterschied zum Low Taper ist nur die Höhe an den Koteletten.

Mid Taper Fade oder Mid Fade? Beide starten auf Augenbrauenhöhe. Beim Mid Fade läuft der Übergang aber rundherum um den Kopf, auch um die Ohren und über den ganzen Hinterkopf. Beim Mid Taper Fade wird nur an Koteletten und Nacken geschnitten, die Kontur ums Ohr bleibt stehen. Mid Taper Fades wirken natürlicher, der Mid Fade zeigt mehr Kontrast.

Passt zu dir, wenn du etwas mehr Übergang als beim Low Taper willst, aber deine Konturen behalten möchtest.

Mid Taper Fade, Start auf AugenbrauenhöheMid Taper Fade von Phullcutz von der Seite

High Taper Fade

Kurz gesagt: Ein High Taper Fade ist der höchste Taper. Der Barber zieht eine Grundlinie von der unteren Ecke der Haarlinie bis zum Punkt, wo das Ohr am Kopf angewachsen ist. Von dort verblendet der Übergang schräg in die Haare. Der C-Cup geht dabei komplett verloren. Im Nacken gilt dasselbe wie beim Low und Mid Taper: Start dort, wo das Haar gleichmäßig wächst.

Beim High Taper Fade arbeite ich mit dieser Grundlinie und verblende von dort schräg nach oben. Das zeigt mehr Kontrast als Low oder Mid Taper, kostet aber den C-Cup. Die Kontur direkt ums Ohr bleibt, wie bei jedem Taper, stehen. Im Nacken kann der Übergang gerne nach oben verschoben werden.

High Taper Fade oder High Fade? Der High Fade läuft hoch und parallel zur Konturlinie rund um den Kopf. Der High Taper Fade sitzt nur an Koteletten und Nacken und verläuft an den Seiten schräg ab der Grundlinie. Dadurch bleibt mehr Haar am Hinterkopf stehen.

Passt zu dir, wenn du Kontrast an den Seiten willst, aber deine Kontur ums Ohr behalten möchtest.

High Taper Fade, Übergang schräg ab OhransatzHigh Taper Fade ohne C-Cup-Kontur

Burst Fade, V Fade, Compressed Fade und Reverse Fade

Kurz gesagt: Burst Fade, V Fade, Compressed Fade und Reverse Fade sind Sonderformen. Der Burst Fade verläuft als Halbmond um das Ohr, der Nacken bleibt länger. Der V Fade läuft am Hinterkopf spitz in einer V-Form zusammen. Der Compressed Fade ist ein kurzer Übergang, der seine eigene Linie bildet und meist vor der Hutlinie endet. Beim Reverse Fade läuft der Übergang andersrum: oben kurz, Richtung Kontur länger. Sie wirken auffälliger als klassische Fades.

Burst Fade

Der Burst Fade zeichnet sich durch seine Halbmondform aus, die um das Ohr herum verläuft. Gefadet werden nur die seitlichen Haare. Das Haar am Hinterkopf und im Nacken bleibt länger und wird oft in einer V-Form zurechtgeschnitten. Weil nur die Seiten geschnitten werden, kannst du den Burst Fade mit vielen verschiedenen Frisuren kombinieren.

Burst Fade mit Halbmond-Übergang ums OhrBurst Fade mit längerem Nacken in V-Form

Burst Taper

Der Burst Taper nutzt die Halbmondform am seitlichen Teil des Tapers, also an den Koteletten. Wenn du einen größeren Taper magst, aber nicht den geradlinigen Verlauf des Übergangs, ist der Burst Taper deine Wahl. Er geht mit vielen Frisuren, weil der Übergang nur einen Teil der seitlichen Haare und den Nacken betrifft. Deckhaar und Frisur kannst du sehr frei anpassen.

Burst Taper an den Koteletten in HalbmondformBurst Taper von der Seite

V Fade

Der V Fade ist der V-förmige Übergang. Er hebt sich durch die spitz zulaufende V-Form am Hinterkopf vom normalen Fade ab. Den V Fade gibt es als Low, Mid und High Fade. Er ist dem Drop Fade sehr ähnlich: Die starke Krümmung am Hinterkopf ist typisch für den Drop. Beim V Fade läuft sie spitz zusammen, beim Drop rund ineinander.

V Fade am Hinterkopf mit spitzer V-FormV Fade von hinten

Compressed Fade

Der Compressed Fade, also der kurze Übergang, bestimmt seine Konturlinie selbst und endet meist vor der Hutlinie. Dadurch entsteht eine eigene Silhouette, die leider nicht jeder Gesichtsform steht. Anders ist es beim Compressed High Fade, dem kurzen hohen Übergang: Er setzt nur sehr kurz vor der eigentlichen Konturlinie an und nimmt diese als Endpunkt. Den Compressed Fade zähle ich zu den kreativen Übergängen.

Compressed Fade mit kurzem Übergang vor der HutlinieCompressed High Fade von der Seite

Reverse Fade

Kurz gesagt: Beim Reverse Fade läuft der Übergang andersrum: Am äußeren Ende ist das Haar kurz, Richtung Kontur wird es länger. Der Verlauf geht also von kurz oben nach lang unten. Setzen kannst du ihn an jeder Stelle des Kopfes.

Beim normalen Fade werden die Haare nach unten hin immer kürzer, an der Konturlinie ist es am kürzesten. Beim Reverse Fade drehst du das um: Oben ist der Übergang kurz, nach unten zur Kontur hin bleibt mehr Länge stehen. Ob an den Seiten, am Hinterkopf oder nur an einer Stelle, entscheidest du mit deinem Barber. Damit sieht der Schnitt ganz anders aus als die klassischen Fades und fällt sofort auf. Der Begriff wird nicht überall gleich benutzt, zeig deinem Barber deshalb am besten ein Foto.

Kreative Fades

Kurz gesagt: Kreative Fades sind Übergänge, die bewusst von der Norm abweichen, zum Beispiel asymmetrisch oder mit abstrakten Formen. Sie zeigen das Handwerk des Barbers besonders deutlich. Ein Beispiel ist ein Buzzcut mit Line-Up und asymmetrischem Fade, wie ich ihn auf der Berlin Barber Expo 2022 geschnitten habe. Sprich solche Ideen vorher genau mit deinem Barber ab.

Ein Fade ist mehr als nur ein Standardschnitt. Er ist präzise, maßgeschneiderte Handwerkskunst, und es gibt noch viel mehr Varianten als die oben. Ich habe abstrakte und asymmetrische Fades selbst schon oft geschnitten, zum Beispiel auf der Berlin Barber Expo im August 2022 in Berlin. Im Video siehst du einen Buzzcut mit kreativem High Fade und Z-Design.

Welcher Fade passt zu mir?

Kurz gesagt: Welcher Fade zu dir passt, hängt vor allem von deiner Kopfform, deinen Wirbeln, der Wuchsrichtung, deinem Haaransatz und deinen Konturen ab. Auch Haarfarbe und Haardichte spielen mit: Dunkles, dichtes Haar auf hellerer Haut zeigt den Verlauf am stärksten. Nicht jeder Fade ist bei jedem möglich. Entscheide deshalb gemeinsam mit deinem Barber, welche Höhe und Form dir steht.

Da jeder Kopf, seine Haare und seine Knochen von Grund auf unterschiedlich sind, sieht jeder Fade individuell aus und passt nicht zu jedem.

Warum nicht jeder einen perfekten Fade haben kann

Viele glauben, es liegt nur am Barber, wenn der Fade nicht aussieht wie auf Instagram. Das stimmt so nicht:

  • Haarfarbe bestimmt den Farbverlauf. Wenn deine Haarfarbe ungleichmäßig ist, siehst du das auch im Fade. Dunkles Haar auf hellerer Haut zeigt den Verlauf am stärksten, aber auch bei dunklerer Haut kann ein Fade klar herausstechen.
  • Haardichte bestimmt, wie intensiv der Verlauf ist. Hast du dichtere und weniger dichte Stellen, bekommt der Fade dunkle Punkte und wird nicht ebenmäßig.
  • Haaransatz und Konturen. Schwache Konturen oder ein hoher Haaransatz können den Fade schwächen. Deine Konturen bestimmen, wie scharf sich Fade und Haarschnitt vom Gesicht abheben.
  • Knochenstruktur und Kopfform. Ein sehr knochiger Kopf oder ein herausstehender Hinterkopf wirft Schatten in den Fade. Deine Schädelform bestimmt, aus welchem Winkel der Fade gut aussieht und aus welchem nicht.
  • Gesichtsform. Sie entscheidet, welcher Fade deine Gesichtszüge am besten betont.
  • Wirbel und Wuchsrichtung. Hast du einen oder mehrere Wirbel an ungünstigen Stellen, ist nicht jeder Fade möglich.

Fade mit ungleichmäßigem Verlauf wegen dünner HaarstellenFade an Kopf mit Wirbel am HinterkopfFade mit Schatten durch markante Kopfform

Keine Sorge: Wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft, sprich das mit deinem Barber durch. Oft passt dann eine andere Höhe oder Form, zum Beispiel ein Drop Fade bei flachem Hinterkopf.

Nachbearbeitete Bilder auf Social Media

Social Media ist voll von nachbearbeiteten Haarschnitten, viele bekannte Barber arbeiten mit Hilfsmitteln. Die Models auf diesen Bildern haben sehr gute Haare. Trotzdem wurde mit Sprühfarbe und Sprühhaar nachgeholfen. In den USA ist das sehr beliebt und heißt Enhancement. Zusätzlich wurde der Fade am Bild nachbearbeitet und der Kontrast erhöht. Ich selbst finde Enhancements okay, Bildbearbeitung aber nicht. Das ist Stil- und Geschmackssache.

Bearbeitetes Social-Media-Foto eines Fades mit verstärktem KontrastFade mit Haarfarbe-Enhancement am HaaransatzNachbearbeiteter Fade-Haarschnitt aus Social Media

Bilder: MartyBlendz (YouTube)

So bestellst du deinen Fade beim Barber

Kurz gesagt: Sag deinem Barber drei Dinge: welche Fade-Art du willst, zum Beispiel Low Taper oder Mid Fade, wie hoch er starten soll und wie lang das Deckhaar bleibt. Am besten bringst du ein Foto mit, aber eines ohne starke Bildbearbeitung. Frag ruhig nach, wo deine Konturlinie liegt. Ein guter Barber kann sie dir zeigen.

„Seiten auf null“ reicht nicht. So bekommst du den Schnitt, den du im Kopf hast:

  1. Fade-Art: Fade rundum oder Taper? Mit Drop oder gerade?
  2. Höhe: Low, Mid oder High. Zeig mit dem Finger, wo der Übergang starten soll.
  3. Wie kurz unten: Bis auf die Haut (Skin Fade) oder mit etwas Länge? Hier habe ich die Aufsatzgrößen einfach erklärt.
  4. Deckhaar: Wie lang soll es oben bleiben?

Mein Tipp: Zeig deinem Barber diesen Artikel. Dann redet ihr über dieselben Begriffe.

Wie lange hält ein Fade?

Kurz gesagt: Wie lange ein Fade hält, hängt von deinem Look ab und davon, wie frisch er aussehen soll. Direkt nach dem Schnitt ist der Übergang am schärfsten, danach wächst er schnell nach. Nach etwa einer Woche ist er rausgewachsen. Darum bieten viele Barber wöchentliche Termine an. Du kannst aber genauso gut länger warten.

Leon dazu: „Der Übergang wächst aber tatsächlich innerhalb von einer Woche wieder raus … bieten auch viele Barber an, aber man kann natürlich auch länger warten.“

Fade selber schneiden: Welches Werkzeug brauchst du?

Kurz gesagt: Für einen Fade brauchst du mindestens einen Haarschneider mit verstellbarem Hebel und Aufsteckkämmen für den Übergang. Ein Trimmer macht saubere Konturen, ein Folienrasierer hilft beim Skin Fade auf null. Dazu kommen eine Fade-Brush und Pflege für die Klingen. Ehrlich gesagt: Das Werkzeug allein reicht nicht. Ein sauberer Übergang braucht Übung und Technik.

Du willst selbst Fades schneiden? Das ist die Grundausstattung:

1. Haarschneider (Clipper). Mit Hebel und Aufsteckkämmen baust du den Übergang auf. Mein Tipp für den Einstieg: der VarberPRO Kyoto Clipper aus unserer eigenen Marke. Er hat ein Vollmetallgehäuse, läuft mit Akku und hat eine einstellbare Zero-Gap-Funktion. Andere Modelle, die viele Barber nutzen, sind der JRL Onyx Clipper und der Gamma+ Boosted UP Clipper. Alle Modelle findest du bei unseren Haarschneidern für Fades, die ganze Eigenmarke unter VarberPRO.

2. Aufsteckkämme und Klingen. Ohne saubere Abstufung kein sauberer Fade: Aufsteckkämme und passende Ersatzklingen.

3. Trimmer. Für Konturen, Line-Up und den Nacken. Trimmer für saubere Konturen, zum Beispiel der Stylecraft Saber Trimmer. Wie ein Trimmer ganz kurz schneidet, erkläre ich hier: Zero-Gap: so schneidet der Trimmer ganz kurz.

4. Folienrasierer. Für den Skin Fade, also den Übergang bis auf die Haut. Folienrasierer für den Skin Fade, zum Beispiel der Gamma+ Boosted One Foil.

5. Fade-Brush und Kämme. Damit entfernst du Haare beim Schneiden, zum Beispiel die VarberPRO Fade Brush. Mehr unter Fade-Brush und Kämme.

6. Pflege für die Klingen. Dafür brauchst du Blade-Spray und Schneidsatz-Öl. Alles zusammen findest du unter Maschinenpflege.

Für den Start sind Barber-Sets oft einfacher, weil Clipper und Trimmer zusammenpassen.

Das beste Werkzeug macht noch keinen Fade. Wie du mit Technik und Übung weiterkommst, steht hier: vom Anfänger zum Fade-Profi.

Du willst Fades selbst schneiden lernen? Im Videokurs: In 30 Tagen faden wie ein Barber zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du in 30 Tagen saubere Übergänge schneidest.

Häufige Fragen zum Fade

Was ist der Unterschied zwischen Fade und Taper?

Beim Fade läuft der Übergang rundherum über Seiten und Hinterkopf. Beim Taper wird nur an den Koteletten und im Nacken geschnitten. Die Konturen um die Ohren bleiben beim Taper stehen. Darum wirkt er natürlicher.

Was ist ein Low Taper Fade?

Ein Low Taper Fade ist der dezenteste Taper. Er startet an den Koteletten auf Augenhöhe, dort, wo das Ohr oben am Kopf ansetzt, und im Nacken dort, wo das Haar gleichmäßig dicht wächst. Die Konturen ums Ohr bleiben. Er passt zu fast allen mittellangen Frisuren.

Low, Mid oder High Fade: Welcher passt zu mir?

Das hängt von deiner Kopfform, deiner Konturlinie und deinen Haaren ab. Der Low Fade ist dezent, der Mid Fade der Klassiker, der High Fade passt am besten zu Kurzhaar und Buzzcuts. Sprich die Höhe mit deinem Barber ab.

Was ist ein Skin Fade?

Ein Skin Fade ist ein Übergang bis auf die Haut, also „Seiten auf null“. Er heißt auch Bald Fade. Er zeigt den deutlichsten Kontrast. Für die Stelle auf null hilft ein Folienrasierer.

Was ist ein Drop Fade?

Beim Drop Fade fällt die Linie des Übergangs hinter dem Ohr bogenförmig Richtung Nacken ab. Das hilft zum Beispiel, einem flachen Hinterkopf eine rundere Form zu geben. Es gibt ihn als Mid Drop Fade und High Drop Fade.

Wie oft muss ich einen Fade nachschneiden lassen?

Das hängt davon ab, welchen Look du willst. Der Übergang ist nach rund einer Woche rausgewachsen. Wer immer frisch aussehen will, kommt wöchentlich, das bieten viele Barber an. Du kannst den Fade aber auch länger wachsen lassen.

Kann ich mir einen Fade selbst schneiden?

Ja, mit dem richtigen Werkzeug und Übung. Wenn du es richtig lernen willst, schau dir meinen Videokurs an.

Welche Maschine brauche ich für einen Fade?

Du brauchst einen Haarschneider mit verstellbarem Hebel und Aufsteckkämmen für den Übergang, einen Trimmer für die Konturen und für den Skin Fade einen Folienrasierer. Eine Auswahl findest du bei unseren Haarschneidern.

Was ist der Unterschied zwischen Fade-Klinge und Taper-Klinge?

Hier geht es um die Klingen für deinen Haarschneider, nicht um die Haarschnitte. Laut Herstellern wie Stylecraft und JRL hat die Fade-Klinge eine flache Schneidfläche und schneidet am nächsten an der Haut, gut für Skin Fades und die Zero Line. Bei der Taper-Klinge sind die Spitzen leicht nach unten geneigt und heben das Haar an. Sie ist eine vielseitige Alltagsklinge und lässt sich leichter blenden. Passende Klingen findest du bei unseren Ersatzklingen.

Fazit: Den einen Fade gibt es nicht

Low, Mid und High sagen dir, wo der Übergang startet. Taper heißt: nur Koteletten und Nacken. Es kommt auf Kopfform, Wirbel, Wuchsrichtung, Haaransatz und Konturen an. Und es geht hier nur um den Fade, bei der ganzen Frisur spielen noch mehr Dinge mit.

Für welchen Fade du dich entscheidest, liegt bei dir und deinem Barber. Wägt gemeinsam ab, was dir gefällt und was möglich ist.

Zum Schluss noch ein Video von mir: alles, was du zum Fade wissen musst, kurz erklärt.

Du willst Fades selbst schneiden lernen? Im Videokurs zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du in 30 Tagen saubere Übergänge schneidest. Mein Tipp für den Einstieg: der VarberPRO Kyoto Clipper. Weitere Haarschneider und Trimmer findest du im Shop.

Über den Autor: Leon, Barber und Gründer von Phullcutz · Zuletzt geprüft: 09.10.2026